18.7. Honningsvåg – Lakselv - Kautokeino 406 km
Ab jetzt beginnt unsere Rücktour . Wir tanken in Honningsvåg
noch einmal voll. Für 11,27 pro Liter ist das der Rekordpreis der Reise. 70
Liter Diesel für genau 100.-€. Kurze Zeit später haben wir die 5000 km Marke
hinter uns gelassen. Im Hafen sehen wir noch mal das Hurtigrutenschiff MS
Polarlys, ehe wir die besagten 192.- NOK Tunnelgebühr abdrücken dürfen.
Eigentlich war Lakselv unser Tagesziel, aber hier gibt es nichts zu sehen.
Außerdem nieselt es schon die ganze Zeit, wir fahren nach einem Burger deshalb
auch gleich weiter. Karasjok ist genau so trostlos, aber ab hier gibt es
unheimlich viele Pilze. Fast alles Rotkappen, wir sammeln nur die festen kleinen
ein. Heute Abend soll es eine riesige Pilzpfanne geben. Es regnet noch immer und
die Temperatur ist heute nicht über 10 Grad geklettert. Campingplatz-Hütte in Kautokeino - nahe der finnischen
Grenze.
19.7. Kautokeino ( Norwegen ) – Enontekiö (
Finnland ) – Kiruna ( Schweden ) 390 km
Na wenigstens haben wir heute nach gut und trocken geschlafen, zwar lief die
letzten Stunden der Nacht der Ölradiator, aber wir haben auch hier, mal
wieder eine einfache aber gemütliche Hütte gehabt. Die Mücken sind hier eine
echte Plage. Die Vermieter haben ihre Grillecke komplett mit einem
Moskitonetz umgeben.
Selbst die Lappen gehen hier nicht mehr zu Fuß... Weiter
geht’s auf der E 8, nach einigen Kilometern ist unser EU Besuch dann schon
wieder beendet und wir biegen auf die Straße 45 ab. Samendorf Museum in Schweden Waldsee in der Nähe der schwedischen Stadt Kiruna
20.7. Schweden: Kiruna – Gällivare – Jokkmokk 183 km
Nach einer mehr als kalten Nacht, das Thermometer im Auto zeigte zwar 5 Grad an,
gefühlte Temperatur lag aber bei unter Null, leichte Katzenwäsche im See und
dann erst einmal einen schönen heißen Kaffee auf dem Gaskocher zu bereitet. Als
wir so beim Frühstück saßen, plätscherte es auf einmal mächtig. Direkt am Ufer
jagte ein größerer Hecht einen kleinen, er verschlang ihn direkt vor unseren
Augen, dass ist Natur pur.
In Kautokeino wollen wir über Nacht bleiben. Bei dem Wetter natürlich in einer
Hütte. In der Hütte neben uns waren Holländer. Der Mann War mit einem Oldheimer
unterwegs, die Frau fuhr das Wohnmobil. Die Vermieterin hat auch noch, vorn in
der Rezeption, einen Frisiersalon. Praktisch...
In diesem Ort liegt Schnee von September bis mindestens Mai. Naja, wenigstens
die Rentiere fühlen sich hier wohl.....


Wir verlassen Kautokeino bei leichtem Nieselregen und 7 Grad
Außentemperatur. Weiter geht’s auf der Straße 93 Richtung finnischer Grenze.
Überall am Wegesrand stehen Rotkappen. Um 12.45 Uhr überqueren wir ohne
Probleme die Grenze.

Wir sind in Schweden und wollen nun nach Kiruna. Dort angekommen, suchen wir
erst mal eine Bank auf und tauschen 100 Euro, dafür gibt es knapp 900 SEK.
Einige davon lassen wir gleich bei „Sybilla“ einer Fastfoodkette. Es gibt hier
Doppelcheeseburger von 400g. Leeeecker.
Nach einem kurzen Stadtbummel verlassen wir Kiruna gegen 17.30 Uhr, um uns schon
mal ein Nachtlager zu suchen. Ein Paar Kilometer außerhalb von Kiruna gibt es
eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert zu bewundern, wo auch noch heute
Gottesdienste abgehalten werden. Auf der anderen Straßenseite kann man sich ein
original Samendorf ansehen. Es gibt dort auch ein tolles Hotel, das in den
Wintermonaten auch durch ein Eishotel bereichert wird.
Ungefähr 50 km südlich finden wir an einem tollen See einen Platz für unser
Zelt. Wir bauten es knapp 2 Meter neben dem Wasser auf. Einem herrlich gelegenen
Waldsee.
Wir suchen Holz und machen ein kleines Feuer, grillen ein Paar Pølser am Stock.
Als die Sonne dann weg war, wurde es schlagartig kühl und wir verzogen uns schon
gegen 23 Uhr in unsere Schlafsäcke.



Zelt abgebaut und um 10.40 Uhr geht`s weiter. Wir machen einen kurzen Stop an
einem Fluss bei Gällivare. Hier wird sonst immer Rafting angeboten, zur Zeit ist
aber nichts los.

Wegweise nahe Kiruna.
Wir beschließen nach dieser
kalten Nacht, heute mal einen auf Luxus zu machen und uns für heute Abend eine
Unterkunft zu suchen.
Die nächst größere Stadt die wir erreichen, ist Jokkmokk, direkt am Polarkreis
gelegen. Hier finden wir ein tolles Hotel.
Das Doppelzimmer soll erst einmal pro Nacht 100 Euro kosten. Doch da sind sie
bei uns an der falschen Adresse.
Mein Reisegefährte kommt aus der Reisebranche und er fragt sofort nach dem
Wocheendspezial, dass in Schweden oft üblich ist.
Der junge Kerl an der Rezeption ist mit dieser Entscheidung offensichtlich
überfordert und ruft seinen Chef an. Nach 5 Minuten haben wir unser Zimmer und
bezahlen für 2 Personen zusammen 49 Euro.
Für 20 Uhr lassen wir die Sauna anheizen. Bis dahin ist noch Zeit. Es steht eine
Stadtbesichtigung auf dem Programm. Vorher spielen wir noch einige Partien
Tischtennis. Daneben ist sogar noch ein Fitnessraum aber wir wollen uns ja nicht
völlig auspowern.
Die haben hier eine sehr schöne Kirche, ansonsten gibt es nicht sehr viel zu
sehen.
Wir entdecken eine Pizzeria und bekommen für 6 Euro eine 32 cm große mit extra
Salat, da kann man nicht meckern.
Zurück im Hotel geht’s gleich in die Sauna. Nach 2 Gängen fühlen wir uns wie neu
geboren und sind fit für den morgigen Tag.


sehr schönes Hotel "Jokkmokk" in Jokkmokk


Kirche am schwedischen
Polarkreis in Jokkmokk
Tag
10,11+12
Tag
13,14+15
Tag
16,17+18
Tag
19,20+21
Tag
22,23+24